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Hühnermastbetrieb in Zolling, Moos

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Hühnermast 

 

Im Landkreis Freising, Zolling - Moos soll in Kürze ein konventioneller Hühnermastbetrieb in Form von industrieller Massentierhaltung entstehen. Dort sollen ständig fast 40.000 Hühner gemästet und nach 5-6 Wochen zum Schlachten abtransportiert werden. Nach dem Abtransport des Mistes der in den 35 Tagen entstanden ist und bis dahin nicht aus der Zuchthalle entnommen werden konnte, weil sich ja pro Quadratmeter 25 Hühner befanden (=für jedes Huhn 20 x 20 cm Platz).
Der Gestank ist durch den Mist in solche Zuchten unbeschreiblich, der Austritt von Ammoniak und anderen Stoffen erheblich.

 

     
  Das sind bei einem Betrieb wie er in Zolling, mit fast 40.000 Hühnern, geplant ist, ca. 1600 jämmerlich verendete geschundene Hühner alle 5-6 Wochen    
     

 

Verluste um 4% und mehr durch schwere Erkrankungen, Verstümmelungen, Knochenbrüche, Sehnenabrisse, Aortenriss, sind normal, einkalkuliert und zulässig.

Der Tierschutzverein Freising e.V. lehnt eine solche Art der Massentierhaltung vehement ab. Sie ist nichts als Tierquälerei zur billigen Erzeugung von Lebensmitteln, über deren Qualität man angesichts des großflächigen Einsatzes von Antibiotika und anderer Medikamente wohl nichts mehr sagen muss. Der Einsatz von Antibiotika zu Wachstumszwecken ist seit Jahren verboten. Seitdem Verbot ist aber der Verbrauch in der Hühnerzucht gleich geblieben vielerorts sogar angestiegen, natürlich zu Zwecken der Gesunderhaltung der Hühner.


 

Wir Tierschützer wollen diese Tierquälerei in Massentierhaltung auf industriellem Standard nicht mehr und glauben, wenn die Bevölkerung wüsste, was hier wirklich vorgeht und dass „die Verbraucher“, also wir alle, von den Verbänden der Geflügelwirtschaft als Verantwortliche für diese entsetzlichen Qualzuchten genannt wird, „weil wir eben nur billige Preise haben wollen“, dann würden die meisten Menschen sich von diesen durch Tierquälerei entstandenen Produkten abwenden. Niemand soll sagen, wir alle haben es nicht in der Hand, diese Schande zu beenden.

 

 

     
  Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger deshalb dazu auf, sich über diese unhaltbaren Zustände in den Betrieben mit Massentierzucht (und das nicht nur bei Hühnern) zu informieren und dann Ihre Entscheidungen über ihr weiteres Kaufverhalten zu treffen.   
     

 

Dass es auch anders geht,

beweisen andere vor allem biologische Hühnerzuchten:

wie zum Beispiel dieser Betrieb von NEULAND zeigt

oder

sehen Sie hierzu die Biohennen(bei Klick)

 

 
Wir Tierschützer wollen Bauernhöfe statt Agrarfabriken. 
 

 

Wir glauben nicht, dass „der Verbraucher“ nicht bereit ist, anständige Preise für gesunde und anständig erzeugte Lebensmittel zu bezahlen. Wir sehen nur, dass unsere Bauernhöfe von den großen Agrarindustrie- und Lebensmittelkonzernen mit Billigpreisen auf Kosten der Tiere immer mehr kaputtgemacht werden.

Lasst die Bauern, die nach unserer Kenntnis vielfach selbst entsetzt sind über solche Haltungsbedingungen, unsere Lebensmittel produzieren. Solange solche Billigproduzenten mit Ihren Qualzuchten auf dem Markt eine Chance haben, sind unsere ehrlichen Bauern nicht konkurrenzfähig.

 

Unter folgenden Links sind Videoaufnahmen aus Zuchtanlagen deutscher Hühnerzüchter zu sehen.

 

 

 

 

Unsere Fragen an die Behörden

hinsichtlich der Umweltbelastung dieser Anlage sind:

 

  • Sind ausreichend Filter zur Verminderung oder gar Vermeidung der genannten Luft-Belastungen vorgesehen?
  • Werden, Abluft, Feinstaub, Ammoniak und Keime vollkommen gefiltert?
  • Ist von einer Beeinträchtigung des Grundwassers und der umliegenden Oberflächengewässer (Amper incl. Nebenarme) durch das Einbringen von Hühnermist in anliegende Felder in großer Menge auszugehen?
  • Ist die Geruchs- und Keimbelastung für die Einwohner erheblich, kommt es zu Gesundheitsgefährdungen, vor allem durch Ammoniak, Kohlendioxid, Feinstäube, Endotoxine und Keime?
  • Können die Rückstände von Antibiotika und anderen Medikamenten in das Grundwasser, den Boden und über die dort angebauten Nutzpflanzen in die menschliche Nahrungskette gelangen und zur Bildung von multiresistenten Keimen beitragen?
  • Kann die Gefahr einer Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit hier generell ausgeschlossen werden?
  • Darf ein Landschaftsschutzgebiet durch eine solche Hallen-Bebauung verschandelt werden?

 

Nachfolgend ein paar Fakten

aus den Internetauftritten maßgeblicher Tierschutzorganisationen zusammengefasst

Auszug :
zum Thema Hühnermast
Was bedeutet heutzutage "Hühnermast"?


Masthühner werden in Bodenhaltung, ca. 24 Hühner pro Quadratmeter, in industriellen Großbetrieben bei Dauerbeleuchtung gehalten. Die Hühner entspringen extra für die Mast angelegten Zuchtlinien. Den Zuchtlinien ist ein Sättigungsgefühl abgezüchtet worden, was zu ständigem Fressen der Tiere führt.

Die Hochleistungszucht hat dazu geführt, dass Masthühner bei möglichst geringem Futterbedarf möglichst schnell viel Fleisch ansetzen - insbesondere im Brustbereich. Ein Masthuhn dieser Zuchtlinien wächst viermal so schnell wie ein männliches Tier einer Legehennenrasse.

Masthühner schlüpfen mit einem Gewicht von etwa 42 g. Durch Hochleistungsfutter, das speziell auf hohe Tageszunahmen ausgelegt ist, “explodieren” die Tiere förmlich:

 

Gewicht (männliche und weibliche Tiere gemittelt)
 
     
nach einer Woche:  150 g,   also das 3,6-fache Gewicht    
nach zwei Wochen:   380 g  also das 9-fache Gewicht
 
 
nach drei Wochen:   700 gt  also das 16,7-fache Gewicht   
nach vier Wochen:   1100 g  also das 26,2-fache Gewicht  (Kurzmast) 
nach fünf Wochen:   1550 g  also das 40-fache Gewicht
 
 
nach sechs Wochen:  2000 g  also das 48-fache Gewicht  (Langmast, Broiler)  

 

 

Zitat "Deutscher Tierschutzbund“

„Durch den unnatürlich groß gezüchteten Brustmuskel hat sich der Körperschwerpunkt der Tiere verlagert. Beine und Hüften können diesem Druck und der starken Spannung nicht mehr standhalten. Das kann zu Verdrehungen der Beine und schmerzhafte Beindeformationen führen. Die Tiere humpeln, lahmen oder können sich aufgrund der Schmerzen gar nicht mehr fortbewegen. Infolge der raschen Gewichtszunahme leiden die Vögel häufig unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele sterben am plötzlichen Herztod (SDS) oder an Bauchwassersucht (Aszites). Die Todesrate der Hochleistungshühner ist im Vergleich zu langsam wachsenden Masthühnern um das Vierfache höher.

Die Ställe bieten den Masthühnern keinerlei Abwechslung und haben in der Regel kein Tageslicht. Im Gedränge können sich die Tiere mit fortschreitendem Alter immer weniger bewegen, verschlimmert durch die zuchtbedingten Beindeformationen. Arttypische Verhaltensweisen wie Scharren, Picken, Sandbaden, Laufen und Erkunden sind ihnen unmöglich. in ca. 35 Tagen werden die Hühner auf ihr Schlachtgewicht von ungefähr 1,7 bis 2,0 Kilogramm gemästet. Gegen Ende der Mast können viele Vögel nur noch liegen.

Durch das Dämmerlicht sind die Tiere weniger aktiv und ängstlich, was wiederum die bestehenden Beinprobleme verstärkt. Hinzu kommt stechend riechendes Ammoniakgas, das durch den Kot entsteht. Es reizt die Augen und schädigt die Atemwegsorgane der Tiere. Das lange Liegen auf der verschmutzten und feuchten Einstreu führt zu schmerzhaften Hautentzündungen an den Fußballen und an der Brust, die als Brustblasen bezeichnet werden

2007 wurde die EU-Richtlinie zum Schutz von Masthühnern verabschiedet. Sie ist jedoch in wesentlichen Punkten wie der Besatzdichte im Vergleich zu den bisherigen Eckwerten ein Rückschritt.
Demnach ist eine Besatzdichte von 33 kg/qm; erlaubt. Beachten die Landwirte einige Zusatzanforderungen, dürfen sie die Besatzdichte aber auf bis zu 42 kg/qm; erhöhen. Bei einer Kurzmast könnten so bis zu 28 Tiere auf einem Quadratmeter gehalten werden. Erst seit dem Sommer 2009 gibt es in Deutschland eine rechtsverbindliche Verordnung über Haltungsvorschriften für Masthühner. Die Regierung ist damit der Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht, die erst 2010 fällig gewesen wäre, rund ein Jahr zuvorgekommen. Dabei folgte sie zumeist nur den Mindestanforderungen der EU-Richtlinie und ergänzte sie durch bisher gültige Eckwerte.“


 

Die Albert-Schweitzer Stiftung

schreibt zum Thema Massentierhaltung:

"Zitat aus dem Homepagetext der Albert-Schweitzer Stiftung".

"Die industrielle Massentierhaltung hat sich zu einem effizienten, technisierten System entwickelt, in dem Tiere den Bedürfnissen der Industrie angepasst werden. Das geht bis zu dem Punkt, dass die Tiere meist ohne Betäubung verstümmelt werden: Schnäbel, Schwänze, Hörner und Geschlechtsteile werden abgetrennt, Zähne werden abgeschliffen.

Die Tiere sind teilweise so überzüchtet, dass sie buchstäblich zu Tode wachsen (Masthühner), ihre Nachkommen nicht mehr auf natürliche Weise auf die Welt bringen können (Milchkühe) und ihnen Probleme mit Herzen und Beinen angeboren sind (Schweine). Kälber werden sofort nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und leiden an Blutarmut, weil ihnen kaum Eisen zugeführt wird, damit sie helles Fleisch liefern. Die Brüder von Legehennen werden nach dem Schlüpfen vergast oder zerhäckselt, weil es keine Verwendung für sie mehr gibt. Bei der Schlachtung gibt es keine Garantie dafür, dass die Tiere wirkungsvoll betäubt wurden, oder dass sie wirklich tot sind, wenn sie am Schlachthaken hängen.

Dass es soweit kommen konnte, erklären die Professoren mit dem psychologischen Phänomen der pluralistischen Ignoranz: Verbraucher und sogar Landwirte missbilligen prinzipiell die Zustände in der Tierhaltung, beruhigen sich jedoch damit, dass niemand etwas unternimmt, weshalb es ja doch nicht so schlimm sein kann. Und wenn es doch schlimm wäre, würde ja die Regierung etwas unternehmen. Dieses Nichtstun wird wiederum von Politikern und Unternehmen so gedeutet, dass die Konsumenten mit den gängigen Praktiken einverstanden sind, wodurch sich der Kreis wieder schließt: Alle Beteiligten denken, dass alles in Ordnung wäre, weil niemand etwas unternimmt.“

hier finden Sie den gesamten Text



Joseph Popp
1.Vorsitzender
Tierschutzverein Freising e.V.

 

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